Ein KI-generiertes Bild beginnt mit einer simplen Eingabe: dem Prompt. Doch dieser kleine Text ist weit mehr als nur eine Anweisung – er ist das Herzstück des gesamten kreativen Prozesses. Wer glaubt, dass ein kurzer Satz reicht, um genau das perfekte Bild zu erzeugen, wird schnell eines Besseren belehrt.
Was ist ein Prompt?
Ein Prompt ist die schriftliche Beschreibung dessen, was die KI erzeugen soll. Er kann wenige Worte oder mehrere Sätze lang sein und enthält wichtige Details wie:
- Motiv: Was soll dargestellt werden? Ein einzelnes Objekt, eine Szene oder eine bestimmte Handlung?
- Stil: Soll das Bild fotorealistisch sein oder lieber künstlerisch verfremdet? Eher modern, klassisch oder vielleicht im Stil eines bestimmten Jahrzehnts?
- Licht und Umgebung: Welche Lichtquelle bestimmt die Szene? Ist es eine warme Sonnenuntergangsstimmung oder ein kaltes Neonlicht? Innen- oder Außenaufnahme?
- Technische Details: Perspektive, Kameraeinstellungen, Farbpalette oder Tiefenschärfe – auch das kann die Bildwirkung enorm beeinflussen.
Die Kunst der richtigen Formulierung
Ein guter Prompt ist präzise und zugleich ausdrucksstark. Zu allgemeine Begriffe wie „eine Frau im Park“ liefern oft unbefriedigende Ergebnisse. Erst durch genauere Angaben wie „eine junge Frau mit roten Haaren, die in einem herbstlichen Park auf einer Bank sitzt, goldenes Licht fällt durch die Bäume“ wird das Bild präziser. Dennoch kann jede KI anders reagieren, sodass es oft Anpassungen braucht.
Ein Beispiel: Prompt 1: „Mann mit Hut steht auf einer Straße.“
- Das Ergebnis könnte sehr vage und beliebig wirken.
Prompt 2: „Ein alter Mann mit einem abgetragenen Filzhut steht auf einer regennassen Kopfsteinpflasterstraße, sein Blick schweift nachdenklich über die dunklen Gassen.“
- Hier bekommt das Bild Charakter, eine Stimmung und eine viel klarere visuelle Prägung.
Warum sind Anpassungen nötig?
Selbst ein durchdachter Prompt führt nicht immer sofort zum perfekten Bild. Es kann sein, dass:
- die KI bestimmte Details ignoriert oder fehlinterpretiert,
- die Komposition nicht harmonisch wirkt,
- Farben oder Beleuchtung nicht dem gewünschten Effekt entsprechen.
Dann heißt es: Feintuning! Kleine Änderungen im Prompt, das Hinzufügen von Adjektiven oder eine Präzisierung der Umgebung können große Unterschiede machen. Manchmal reicht es, ein Wort zu ändern, um eine komplett neue Wirkung zu erzielen.
Fazit
Der Prompt ist das Steuerinstrument der KI-Bildgenerierung. Wer ihn beherrscht, kann gezielt atemberaubende Ergebnisse erzeugen. Doch es braucht Zeit, Geduld und Experimentierfreude, um das volle Potenzial auszuschöpfen. Es lohnt sich, verschiedene Varianten zu testen, die Reaktionen der KI zu analysieren und schrittweise den perfekten Prompt zu entwickeln.